AI art by Michael Spengler

Konstruktive Leere

Die Serie „Konstruktive Leere“ treibt die Auseinandersetzung mit Verlassenheit in die Abstraktion hinein. Anstatt auf erkennbare Räume zu setzen, arbeiten die Bilder mit Konstruktionen aus Flächen, Schnitten und Überlagerungen, die an Architektur denken lassen, ohne sie abzubilden. Das Augenmerk liegt auf der inneren Logik dieser Gefüge: Wie viel Ordnung braucht es, damit noch von einem Raum gesprochen werden kann, wenn seine Funktionen ausgeblendet sind?

Die Arbeit nutzt den Bildraum als Versuchsanordnung. Geometrische Entscheidungen übernehmen die Rolle von Handlungen, Verschiebungen werden zu Spuren von Abwesenheit. So entsteht eine Bildwelt, in der Leere nicht als bloßes Fehlen auftritt, sondern als aktiv gesetzte Struktur – eine Form, in der Erfahrungen von Verlust und Loslösung konstruktiv verhandelt werden können.