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Art by Michael Spengler

Neuronaler Konstruktivismus

In diesen Bildwelten wird Raum nicht einfach abgebildet, sondern konstruiert. Linien, Flächen und Überlagerungen formen Gefüge, die an Architektur und urbane Situationen erinnern, ohne sich auf einen konkreten Ort festlegen zu lassen. Immer wieder tauchen Fragmente auf, die wie Ausschnitte einer vertrauten Wirklichkeit erscheinen – Hallen, Fassaden, Träger, Leitungen, Rest-Natur oder scheinbar dokumentarische Szenen –, während die Gesamtkomposition als realer Raum kaum bestehen könnte.

Konstruktive Räume

In diesen Arbeiten löst sich Architektur weitgehend in Flächen, Linien und Überlagerungen auf. Die Räume folgen einer klaren inneren Struktur, ohne sich noch auf eine konkrete, wiedererkennbare Situation festlegen zu lassen. Was bleibt, ist ein Gefüge aus Richtungen und Schichten, in dem Räumlichkeit eher konstruiert als abgebildet wird.

Realitätsfragmente

In diesem Motivbereich werden konstruktive Bildräume mit Ausschnitten einer vermeintlich vertrauten Welt verschränkt. Fragmente, die an Straßen, Fassaden oder Innenräume erinnern, tauchen in Konstellationen auf, die als tatsächlicher Raum kaum denkbar sind. Die Arbeiten fragen, wie stark Wahrnehmung und Erinnerung gemeinsam daran beteiligt sind, aus solchen Bruchstücken eigene Wirklichkeiten zu formen – zwischen dem Gefühl von Wiedererkennen und dem Wissen, dass das Gesehene so nicht existieren kann.

Industriefragmente

In diesen Bildern erinnert die Bildwelt an Collagen aus Fotografien industrieller Architektur – Hallen, Fassaden, Träger, Leitungen. Der Anteil scheinbarer Dokumentation ist hier am größten, doch auch diese Räume sind konstruiert und überlagert. Sie wirken wie Verdichtungen einer industrialisierten Gegenwart, in der sich Beobachtung, Erinnerung und Projektion kaum noch trennen lassen.