Am Strand der Winde
Hier entsteht eine Inselwelt, in der Wind, Meer und besondere physikalische Bedingungen den Raum prägen. Naturkräfte und Anomalien wirken nicht als bloße Kulisse, sondern bestimmen, wie sich Wohnen, Bewegung und Leben entfalten. Der Werkbereich steht für eine Gegenwelt zu Verdichtung und Druck und für die Möglichkeit eines weniger beschwerten Lebens.
Natur
Die Natur dieser Insel ist von besonderen Bedingungen geprägt: starke Winde und eine geringere Schwerkraft verändern, wie Landschaft, Bewegung und Leben erfahren werden. Wind und Wasser formen den Raum fortwährend neu, während die verminderte Schwerkraft zur Metapher für ein weniger beschwertes Leben wird. So erscheint die Insel als offener, fragiler Naturraum, in dem Entlastung und Unsicherheit untrennbar zusammengehören.
Fliegende Häuser
Auf dieser Insel können Häuser den Boden verlassen: Die geringere Schwerkraft erlaubt es ihnen, im Raum zu schweben. Dass sie fast schwerelos werden, ist eine Metapher für ein weniger beschwertes Leben. Häuser stehen dabei immer auch für Leben, Wohnen und unseren Mittelpunkt.
Fluggeräte
Manche Konstruktionen nutzen Wind, Strömungen und die geringere Schwerkraft gezielt zur Fortbewegung. Ihre Formen wirken fragil und präzise zugleich – weniger wie Maschinen zur Beherrschung der Welt, mehr wie Instrumente, die sich mit den Kräften bewegen, die sie tragen. In ihnen zeigt sich eine Vorstellung von Technik, die Leichtigkeit ermöglicht.
Stelzengänger
Auf langen Beinen bewegen sich die Stelzengänger über unebenes Gelände, Windkanten und Wasserläufe hinweg, ohne in den Strudel der Kräfte gezogen zu werden. Sie wirken zugleich verletzlich und souverän – Fortbewegungsmittel, die den Bedingungen dieser Insel ausgesetzt sind und sie dennoch mit einer eigentümlichen Ruhe durchqueren. In ihnen verdichten sich Körper, Technik und Landschaft zu einer eigenen, leichten Form von Präsenz.