Urban
„Urban“ führt diese Auseinandersetzung mit Stadtraum weiter, verschiebt den Fokus aber stärker auf Übergänge und mögliche Aufenthaltsräume. Die Bilder arbeiten mit vertikalen Blöcken, Kanten und Zonen, in denen Verdichtung und Öffnung unmittelbar nebeneinander stehen. Es geht um die Frage, wo in einem solchen Gefüge noch Platz für Aufenthalt, Begegnung oder Ruhe denkbar ist.
Die Serie nimmt damit auch die Erfahrung einer Gegenwart auf, in der Architektur und Verdichtung häufig als Druck erlebt werden. Im Bildraum können diese Verhältnisse neu justiert werden: Durchlässigkeiten werden ausprobiert, Brüche sichtbar gemacht, Zwischenräume markiert. „Urban“ entwirft so keine konkrete Stadt, sondern prüft Bild für Bild, wie ein urbanes Leben aussehen könnte, das den bestehenden Strukturen nicht einfach ausgeliefert ist.


